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Aussagen

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    Aussagen (Logik)

    Eine Aussage ist die Formulierung einer Behauptung, von der man mittels Beweis feststellen kann, ob sie wahr oder falsch ist.


    Wahrheitswert einer Aussage

    Eine mathematische Aussage ist ein Ausdruck, der entweder den Wahrheitswert „wahr“ oder „falsch“ hat. Der Wahrheitswert ist also ein logischer Wert

    • wahr bzw. "1"
    • falsch bzw. "0"

    den eine Aussage in Bezug auf Ihre Wahrheit annehmen kann.


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    Eine Aussage, die man nicht beweisen kann, muss deshalb nicht unbedingt falsch sein. Man nennt eine unbeweisbare Aussage ein Postulat.

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    Quantoren

    Quantoren sind neben den Junktoren Symbole der Aussagenlogik. Quantoren legen fest, für welche Elemente der Grundmenge eine Aussage gilt. Man unterscheidet in den


    Allquantor

    Der Allquantor ist ein Symbol der Aussagelogik. „Für alle … gilt …“. Eine Allaussage kann man mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen. Das Symbol für den Allquantor sieht wie folgt aus: \(\forall\)


    Existenzquantor

    Der Existenzquantor ist ein Symbol der Aussagelogik. „Es gibt mindestens ein … für das gilt …“. Eine Existenzaussage kann mit nur einem Beispiel bewiesen werden. Das Symbol für den Existenzquantor sieht wie folgt aus: \(\exists\)


    eindeutiger Existenzquantor

    Der eindeutige Existenzquantor ist ein Symbol der Aussagelogik. „Es gibt genau ein … für das gilt …“. Das Symbol für den eindeutigen Existenzquantor sieht wie folgt aus: \(\exists !\)

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    Boolesche Algebra

    Die boolesche Algebra beschäftigt sich mit logischen Operatoren, wie "und", "oder",... und mit mangentheoretischen Verknüpfungen wie "Durchschnitt", "Vereinigung",...  .


    Junktoren (Logik)

    Junktoren sind logische Verknüpfungen zwischen Aussagen.

    Junktoren sind neben den Quantoren Symbole der Aussagenlogik. Man unterscheidet unter anderem zwischen Identität, Negation, Konjunktion, Disjunktion, Implikation und Äquivalenz.


    Wahrheitstabelle

    Eine Wahrheitstabelle ist eine tabellarische Aufstellung in Form einer Matrix. Dabei werden die Wahrheitswerte mehrere Aussagen die mittels Junktoren verbunden sind zu einem resultierenden Wahrheitswert zusammen gefasst.

    In der Elektronik werden Wahrheitstabellen mittels elektronischer Schaltungen realisiert. Man spricht von einer positiven Logik, wenn dem Wahrheitswerten "0" bzw. "falsch" der niedrigere Signalpegel und dem Wahrheitswert "1" bzw. "richtig" der höhere Signalpegel zugeordnet ist. Aus Sicherheitsgründen werden in der Praxis sogenannte Live-Zero Schaltungen mit 3 Zuständen verwendet um Leitungsbrüche zu erkennen: Bei einer 0 ... 20 mA Stromschleife liegt der niedere Signalpegel bei 4 mA, der hohe Signalpegel bei 20 mA. Wenn ein Signal mit 0 mA anliegt, dann liegt ein Ausfall der Schaltung, z.B.: zufolge Leitungsbruch vor.


    Identität

    Zwei Aussagen sind ident, wenn es zwischen ihnen keinen Unterschied gibt.

    Wahrheitstabelle:
    In der einstelligen booleschen Algebra sind bei einer Identität die Wahrheitswerte von Eingang und Ausgang immer genau ident.

    E A A=E
    0 0 w
    1 1 w

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck(A, B, 4) Strecke a Strecke a: Strecke A, B Strecke b Strecke b: Strecke B, C Strecke c Strecke c: Strecke C, D Strecke d Strecke d: Strecke D, A Strecke f Strecke f: Strecke F, G Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke F_1, G_1 E Text1 = “E” A Text1_1 = “A” 1 Text1_3 = “1”


    Negation

    Bei der Negation handelt es sich um die Verneinung einer Aussage.

    Wahrheitstabelle:
    In der einstelligen booleschen Algebra sind bei einer Negation die Wahrheitswerte von Eingang und Ausgang immer genau entgegengesetzt.

    E A \({A = \overline E {\text{ bzw}}{\text{. A }}\neg {\text{ E}}}\)
    0 1 w
    1 0 w

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck(A, B, 4) Kreis e Kreis e: Kreis mit Mittelpunkt E und Radius 0.2 Strecke a Strecke a: Strecke A, B Strecke b Strecke b: Strecke B, C Strecke c Strecke c: Strecke C, D Strecke d Strecke d: Strecke D, A Strecke f Strecke f: Strecke F, G Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke F_3, G_3 E Text1 = “E” A Text1_1 = “A” 1 Text1_3 = “1”


    Konjunktion oder Und-Verknüpfung

    Bei der Konjunktion handelt es sich um die „und“ Verknüpfung zweier Aussagen.

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer Und-Verknüpfung der
    Ausgang dann „1“, wenn alle Eingänge „1“ sind bzw. ist der Ausgang dann „0“, wenn mindestens ein Eingang „0“ ist.

    E1 E2 \(A = A \wedge B\)
    0 0 0
    0 1 0
    1 0 0
    1 1 1

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" & Text1_3 = "&"


    Disjunktion oder Oder-Verknüpfung

    Bei der Disjunktion handelt sich um die „oder“ Verknüpfung.

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer Oder-Verknüpfung der Ausgang dann „1“, wenn wenn mindestens ein Eingang „1“ ist bzw. ist der Ausgang dann „0“, wenn alle Eingänge „0“ sind.

    E1 E2 \({A = {E_1} \vee {E_2}}\)
    0 0 0
    0 1 1
    1 0 1
    1 1 1

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" ≥1 Text1_3 = "≥1"


    Implikation

    Es handelt sich um die „wenn … dann …“ Verknüpfung. Bei einer Implikation folgert aus einer Prämisse eine Konklusion

    Wahrheitstabelle:
    Sind Prämisse P und Konklusion K zwei Aussagen, die so mit einander verknüpft sind, dass aus der Prämisse die Konklusion logisch folgert, so spricht man von einer Implikation. Eine Implikation ist nur dann und genau dann falsch, wenn die Prämisse wahr ist und die Konklusion falsch ist. In allen anderen Fällen ist sie wahr. Achtung: Aus Falschem kann Beliebiges folgen (ex falso quodlibet)

    P K \({P \Rightarrow K}\)
    f f w
    f w w
    w f f
    w w w

    Äquivalenz

    Es handelt sich um die „genau dann…, wenn … und umgekehrt“ Verknüpfung.

    Wahrheitstabelle:
    Es besteht genau dann und nur dann Äquivalenz zwischen zwei Aussagen A und B bzw. umgekehrt zwischen B und A, wenn entweder beide Aussagen falsch oder beide Aussagen richtig sind. Ist hingegen eine der beiden Aussagen wahr und die andere falsch, dann kann keine Äquivalenz vorliegen.

    A B \(A \Leftrightarrow B\)
    f f w
    f w f
    w f f
    w w w

    NAND oder Nicht-Und Verknüpfung

    Bei der NAND Verknüpfung handelt es sich um die "Nicht-Und" Verknüpfung (engl: Not AND)

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer NAND Verknüpfung der Ausgang dann „1“, wenn mindestens ein Eingang „0“ ist bzw. ist der Ausgang dann „0“, wenn alle Eingänge „1“ sind.

    E1 E2 \({A = \overline {{E_1} \wedge {E_2}} }\)
    0 0 1
    0 1 1
    1 0 1
    1 1 0

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Kreis e Kreis e: Kreis mit Mittelpunkt E und Radius 0.2 Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" & Text1_3 = "&"


    NOR oder Nicht-OdeR Verknüpfung

    Bei der NOR Verknüpfung handelt es sich um die "Nicht-Oder" Verknüpfung (engl.: Not OR)

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer NOR Verknüpfung der Ausgang dann „1“, wenn alle Eingänge gleich „0“ sind bzw. ist der Ausgang „0“, wenn mindestens ein Eingang „1“ ist.

    E1 E2 \({A = \overline {{E_1} \vee {E_2}} }\)
    0 0 1
    0 1 0
    1 0 0
    1 1 0

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Kreis e Kreis e: Kreis mit Mittelpunkt E und Radius 0.2 Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" ≥1 Text1_3 = "≥1"


    (E)XOR oder Entweder-OdeR-Verknüpfung

    Bei der EXOR oder XOR Verknüpfung handelt es sich um die "Entweder-Oder" Verknüpfung (engl.: eXclusive OR auch EXlusive OR)

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer XOR Verknüpfung der Ausgang dann „1“, wenn die Eingänge ungleich sind bzw. ist der Ausgang dann „0“, wenn die Eingänge gleich sind.

    E1 E2 \(A = \left( {\overline {{E_1}} \wedge {E_2}} \right) \vee \left( {{E_1} \wedge \overline {{E_2}} } \right)\)
    0 0 0
    0 1 1
    1 0 1
    1 1 0

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" =1 Text1_3 = "=1"


    (E)XNOR oder (E)Xklusive Nicht OdeR-Verknüpfung

    Bei der (e)XNOR Verknüpfung handelt es sich um die "Exklusive-Nicht-Oder" Verknüpfung (engl.: eXclusive Not OR auch EXclusive Not OR)

    Wahrheitstabelle:
    In der zweistelligen booleschen Algebra ist bei einer XNOR Verknüpfung der Ausgang dann „1“, wenn beide Eingänge gleich sind bzw. ist der Ausgang „0", wenn beide Eingänge ungleich sind.

    E1 E2 \(A = \left( {{E_1} \wedge {E_2}} \right) \vee \left( {\overline {{E_1}} \wedge \overline {{E_2}} } \right)\)
    0 0 1
    0 1 0
    1 0 0
    1 1 1

    Schaltsymbol:

    Vieleck Vieleck1 Vieleck Vieleck1: Vieleck[A, B, 4] Kreis e Kreis e: Kreis mit Mittelpunkt E und Radius 0.2 Strecke a Strecke a: Strecke [A, B] von Vieleck Vieleck1 Strecke b Strecke b: Strecke [B, C] von Vieleck Vieleck1 Strecke c Strecke c: Strecke [C, D] von Vieleck Vieleck1 Strecke d Strecke d: Strecke [D, A] von Vieleck Vieleck1 Strecke f Strecke f: Strecke [F, G] Strecke f_1 Strecke f_1: Strecke [F_1, G_1] Strecke f_2 Strecke f_2: Strecke [F_2, G_2] E_1 Text1 = "E_1" E_1 Text1 = "E_1" E_2 Text1_2 = "E_2" E_2 Text1_2 = "E_2" A Text1_1 = "A" = Text1_3 = "="

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